· Mein Lokal, dein Lokal, kein Lokal? Extragebühren in Restaurants Zwei Euro Aufpreis, wenn die Pizza geteilt oder ein leerer Teller zum Teilen bestellt wird. Zusatzgebühren, wenn andere Beilagen gewünscht werden. Was früher Service war, kostet heute extra. Manche Gäste finden so etwas unmöglich, denn wie viel kann ein Teller mit nix drauf kosten? Wirte rechtfertigen sich, dass ja viel mehr Kosten im Lokal anfallen, als nur der Warenwert. Und dass der Aufwand für die zunehmende Zahl von Umbestellungen Personal bindet. Aber: Hilft ein Aufpreis wirklich der Gastronomie - oder vergrämt sowas die Gäste noch viel mehr? · Kein Platz mehr für Gewerbe? Firmen in Städten unter Druck Ein Autohändler aus München will nicht mehr: zumindest nicht mehr in der Stadt bleiben. Denn was viele als Wohltat empfinden, verkehrsberuhigte Zonen etwa oder mehr Bäume, stößt dem Gewerbetreibenden sauer auf. Und er ist nicht allein – die Resonanz auf seinen Instagram-Post hin, dass er sich in der Stadt nicht mehr willkommen fühlt, war riesig. Viele fragen sich: Wo ist bei all der Entwicklung weg vom Auto denn noch Platz fürs Gewerbe? Auch in Ingolstadt beklagen sich Ladenbetreiber, dass ihnen durch die Umgestaltung der Innenstadt Kunden wegbleiben. · Smart-Meter-Wüste – Blockiert Deutschland günstigeren Strom? Zuletzt rieb sich an Feiertagen so manch einer die Hände: Wer mittags das E-Auto lud oder die Waschmaschine einschaltete, kassierte tatsächlich eine Gutschrift. Möglich machten das die negativen Strompreise, die bei massivem Überangebot durch Wind- und Solarstrom entstehen. Der Erzeuger muss dann an der Strombörse dafür zahlen, den Strom ins Netz einspeisen zu dürfen. Profitieren konnten allerdings nur Kunden mit dynamischem Stromtarif und einem intelligenten Stromzähler. Kritiker sagen: Genau bei diesen "Smart Metern" hängt Deutschland im europäischen Vergleich meilenweit hinterher. Woran liegt das? · Bunt, billig und: verboten! Snus-Boom unter Jugendlichen Es gibt sie mit Fruchtgeschmack, sie sind günstig und viel unauffälliger zu konsumieren als Zigaretten: sogenannte "Snus", Beutel mit Nikotin, die unter die Oberlippe geschoben werden. Für Jugendliche hoch attraktiv! In Deutschland ist der Verkauf dieser Nikotinbeutel verboten, doch online und unter der Ladentheke werden sie massenhaft verkauft. Während Gesundheitsexperten vor hohem Suchtpotential und Gesundheitsrisiken warnen, fordert die Industrie eine regulierte Freigabe. Nur dann sei Jugendschutz möglich und ein Schwarzmarkt zurückzudrängen. Doch wäre das der richtige Weg? · Anwohner gegen Lärm – Aus für Coburgs einstige Partymeile? Der Steinweg in Coburg galt jahrzehntelang als Hotspot für Kultur, Clubs und Nachtschwärmer. Doch seit dem Zuzug eines Anwohners häufen sich die Lärm-Beschwerden, mit drastischen Folgen: Nach dem "Monkeys" und dem "Loom" kämpft jetzt auch der letzte Club in der Straße ums Überleben. Die Stadtverwaltung indes versucht den Spagat: Coburg soll eine lebendige Innenstadt behalten, ohne dass es den Anwohnern zu laut wird. Kein leichtes Unterfangen.