"Greisräte" in der Kritik – JU plakatiert gegen alte Mandatsträger: Der Landkreis Rhön-Grabfeld, der nördlichste in Bayern, steht nicht im Ruf ein Ort zu sein, von dem aus die Welt verändert wird. Genau wie die Junge Union nicht im Ruf steht, Revolutionen zu starten. Beides aber stimmt nicht mehr. Denn ausgerechnet hier, im obersten Unterfranken, hat eine Wahlkampfaktion der Jungen Union, die eine Vergreisung der Kommunalpolitik beklagt, für Entrüstung gesorgt. Aber die Jungen haben einen Punkt: In Bayern gibt es nur sehr wenige junge Bürgermeister und Landräte, auch in Gemeinde- und Stadträten sind Jüngere kaum vertreten. Doch das zu ändern ist gar nicht so leicht. / Grübeln bis der Arzt kommt: Keine Lösung für Landarztmangel? Es gibt Dinge in Bayern, die scheinen gottgegeben und nicht zu ändern: Eines davon ist der Landarztmangel. Doch kurz bevor er so lange und ungelöst besteht, dass er den Rang einer Tradition und damit dieselbe Unverrückbarkeit wie die Alpen erreicht hat, kommen einzelne Gemeinden mit Lösungen. An einigen Orten gelingt es allen Widerständen zum Trotz Ärzte aufs Land zu holen. Wie geht das? Und lässt sich daraus etwas für andere Gemeinden lernen? quer auf der mühsamen Suche nach dem funktionierenden Positiv-Beispiel. / Teurer wohnen: Kein Wandel trotz Gesetz gegen Umwandlung: Es gibt ein Gesetz gegen die ungebremste Profit-Mache zulasten der Mieter. Das regelt sogenannte Wohnungsumwandlungen, indem es sie unter einen Genehmigungs-vorbehalt stellt. Ein beliebtes Investment-Modell soll so erschwert werden: Ein Investor kauft ein Haus, saniert es, unterteilt es in Eigentumswohnungen und verkauft diese dann entsprechend teuer. Weil die Folge höhere Mieten sein können, sind Wohnungsumwandlungen in den Augen vieler Kritiker ein Problem. Doch das Bundesgesetz wird in Bayern so ausgelegt, dass es erst ab elf Wohnungen gilt. Der Mieterbund Nürnberg schlägt Alarm und sagt, das Gesetz sei in seiner jetzigen Form nahezu wirkungslos. / Keine Kunst: Dieser Text wurde von der KI erstellt: Das neue Wiesnplakat wirkt verdächtig algorithmisch – obwohl KI laut Ausschreibung tabu war. Grafiker sind empört. Und es bleibt nicht beim Plakat: In Musik und Literatur schreiben und komponieren Maschinen längst mit. Der Markt quillt über vor Soundalikes und Fake-Büchern, massenhaft online verkauft – nicht billig, oft unerquicklich, selten gekennzeichnet. quer spricht mit Kreativen über bedrohte Jobs, leere Kontroll-Versprechen und erstaunlich fantasielose künstliche "Kunst". / Gottlose Tote? Pfarrer intervenieren gegen Naturfriedhöfe: Immer mehr Menschen wollen nicht neben einer Kirche, sondern neben Bäumen oder auf einer Wiese begraben werden. Das Konzept sogenannter "Naturfriedhöfe" erfreut sich auch in Bayern wachsender Beliebtheit. Doch ein Unternehmen, das solche modernen Ruhestätten anbietet, scheitert immer wieder an Lobbyisten der Konkurrenz: Schon mehrmals sind Pfarrer in Gemeinderäten aufgetaucht, haben Sorge um die christliche Begräbniskultur geltend gemacht und so Genehmigungen verhindert.