Ob als forsche "Tatort"-Kommissarin "Rosa Herzog" im Fernsehen oder auf der Bühne als wütende Kaiserin "Elisabeth", als Macho "Liliom" oder als aufbrausendes bis verletzliches "Ich" in Handkes "Selbstbezichtigung" – Stefanie Reinsperger zieht das Publikum in ihren Bann. Der Durchbruch gelang der 1988 in Baden bei Wien geborenen Schauspielerin, die am Max Reinhardt Seminar studiert hat, im mehrfach preisgekrönten Stück "Die lächerliche Finsternis" am Wiener Burgtheater. Nach Jahren im Volkstheater-Ensemble und am Berliner Ensemble ist sie nun zurück in der Burg. Sie wurde zur Schauspielerin des Jahres gewählt, hat einen Nestroy und eine Romy gewonnen und wurde im Vorjahr zur "Österreicherin des Jahres" in der Kategorie "Kulturerbe" ernannt. Den Adelstitel des Wiener Publikums hat sie längst verliehen bekommen: den Verlust des Vornamens. "Die Reinsperger" ist live zu Gast im Studio. Wie weiterleben? – Das Filmdrama "Vier minus drei" Wie schafft man es, weiterzuleben, wenn man seine Familie verloren hat? Diese Frage liegt der Autobiografie "Vier minus drei" von Barbara Pachl-Eberhart zugrunde. Vor 16 Jahren hat die Autorin ihren Ehemann und ihre beiden Kinder durch einen Autounfall verloren. Das Schreiben hat ihr geholfen, diesen Schicksalsschlag zu verarbeiten – ihr Buch wurde ein internationaler Bestseller. Jetzt kommt die berührende Geschichte auf die große Leinwand, Regie führt der 34-jährige Salzburger Adrian Goiginger, der unter anderem mit dem Drama "Die beste aller Welten" sein Talent für persönliche Schicksale gezeigt hat. In den Hauptrollen sind Valerie Pachner und Robert Stadlober zu sehen. Der Film wurde bei der Berlinale in der Sektion Panorama gezeigt und vom Publikum gefeiert. Die Frauen-Frage – Mega-Schau weiblicher Kunst in Warschau Warschau hat seit gut einem Jahr ein neues Museum für moderne Kunst – ein monumentaler weißer Kubus in unmittelbarer Nähe zum ikonischen Kulturpalast. Von den Einheimischen liebevoll "Schuhschachtel" genannt, hat sich das Haus zu einem Anziehungspunkt für Menschen aus dem In- und Ausland entwickelt. Mit ihrer aktuellen Schau zeigt Direktorin Joanna Mytkowska auf: Unter dem Titel "The Woman Question 1550–2025" hat sie eine der weltweit größten Ausstellungen weiblicher Kunst auf die Beine gestellt. 200 Exponate aus aller Welt und aller Epochen sind zu sehen: von Artemisia Gentileschi bis Yoko Ono, von Frida Kahlo bis Tracey Emin. Der "kulturMONTAG" hat die Ausstellung in Warschau besucht.