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artour

Kultur, Magazin • 08.05.2026 • 01:30 - 02:00
Die Moderatoren der Sendung Thomas Bille und Evelyn Fischer.
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Moderatorin Evelyn Fischer.
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Moderator Thomas Bille.
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Originaltitel
artour - Das Kulturmagazin des MDR
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Kultur, Magazin
Chemnitz ringt um sein Theater – Kultur zwischen Anspruch und Kassenlage Nach dem Glanz der Kulturhauptstadt steht Chemnitz vor einer Entscheidung zwischen Pest und Cholera: Soll die Stadt eine riesige Summe - die Chemnitz eigentlich nicht hat - für die Sanierung seines stillgelegten Schauspielhauses aufwenden oder die Spielstätte schließen? Wie geht es weiter mit den Spielstätten des Mehrspartenhauses? Die Stadt diskutiert mehrere Varianten – von der Sanierung des alten Schauspielhauses über einen Neubau bis hin zum radikalsten Vorschlag: Alle Sparten unter einem Dach im Opernhaus zu bündeln. Das hieße: Alle Sparten müssen sich eine Bühne teilen. Das würde eine massive Einschränkung des künstlerischen Programmangebotes bedeuten. * Buch von Katja Hoyer über die Stadt Weimar Eine Stadt im Brennglas: In ihrem neuen Buch "Weimar. Glanz und Grauen der deutschen Geschichte" zeigt die deutsch-englische Historikerin Katja Hoyer, wie eng kulturelle Blüte und totalitäre Barbarei beieinanderliegen können. Weimar ist die Stadt, in der die erste demokratische Verfassung Deutschlands verabschiedet wurde, die Stadt des Bauhauses und Lieblingsstadt Adolf Hitlers, Wiege der deutschen Klassik und zugleich Standort eines der größten Konzentrationslager während der Nazidiktatur. * Umgang mit dem Ukrainekrieg in Russland – Dokfilm "Innere Emigration" Die Dokumentarfilmerin Lena Karbe hat heimlich über einen längeren Zeitraum drei Psychologen in Moskau begleitet, die Anstalt des öffentlichen Rechts ehrenamtlich eine Krisenhotline betreiben. "Innere Emigranten" heißt ihr Dokfilm, der am 14. Mai in die Kinos kommt. Diese Krisenhotline besteht seit Beginn des militärischen Überfalls Russlands auf die Ukraine. Der Film ist das Psychogramm einer Gesellschaft von Menschen, die angesichts des autoritären Drucks versuchen, ihr Seelenheil im Privaten zu finden. * Fotobuch der preisgekrönten Journalistin Anja Niedringhaus Mehr als 30 Jahre Leben und Arbeiten mit und für die Fotografie: Anja Niedringhaus dokumentierte mit ihrer Kamera, was der Krieg mit Menschen macht und was die Menschen im Krieg tun – auf dem Balkan, im Irak, in Libyen, in Gaza und in Afghanistan. Doch als "Kriegsfotografin" hat sie sich nie verstanden. 2005 erhielt sie den Pulitzer-Preis. 2014 wurde sie in Afghanistan von einem Polizisten erschossen, als sie unterwegs war, um für die Nachrichtenagentur AP über die Präsidentschaftswahl zu berichten. Ihre Schwester Gide Niedringhaus hat jetzt ihren fotografischen Nachlass herausgegeben. Das Buch erscheint im Steidl-Verlag.