Krise war immer, so viel steht fest. Aber so viel Krise wie zurzeit wohl kaum: Im Doppelhaushalt des Freistaates Sachsen fehlen 2,9 Milliarden Euro, es muss gespart werden, und zwar überall, also auch bei der Kultur. Museen mit mehr Schließtagen und weniger Ausstellungen, freie Kultureinrichtungen, die um Zuschüsse bangen. Und mindestens ein Theater, das um seine Existenz bangt: Im Theater Plauen-Zwickau sollen rund drei Millionen Euro eingespart werden; das aber würde die Schließung mindestens einer Sparte bedeuten, sagt Intendant Dirk Löschner. Im vergangenen Sommer haben mehr als 25.000 Theaterbesucher aus der Region eine Unterschriftenaktion zum Erhalt der Bühnen unterschrieben; aber welche Möglichkeiten hat die Politik angesichts der desaströsen finanziellen Situation des Landes und der Kommunen? "artour" fragt außerdem nach bei der Dresdener Kulturbürgermeistern Annekatrin Klepsch, dem Leiter des Societaetstheaters Dresden, Stephan Hoffmann und dem kulturpolitischen Sprecher der AfD, Thomas Kirste.