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Wen dürfen wir essen?

Info, Essen + Trinken • 21.01.2026 • 05:00 - 05:30
Nachts im Einsatz für Tiere: Friedrich Mülln, Gründer der SOKO Tierschutz
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Glückliches Leben – glücklicher Tod? Die Kuh Nuria blutet nach einem Kugelschuss auf der Weide aus.
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Er hat den Eindruck, dass es seinen Tieren gut geht: Schweinemäster Dirk Nienhaus in seinem Sauenstall.
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(noise and blur some chicken) Layer Chickens with Multilevel production line conveyor production line of chicken eggs of a poultry farm, Layer Farm housing, Agriculture technological equipment factory
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
Info, Essen + Trinken
Massentierhaltung ist in der modernen Landwirtschaft allgegenwärtig. Die erste Folge von "Wen dürfen wir essen?" nähert sich dem Thema aus drei sehr unterschiedlichen Perspektiven. Schweinemäster Dirk Nienhaus gestattet einen seltenen Blick hinter die Kulissen einer modernen Mastanlage. Er zeigt, wie sich die Aufzucht von Nutztieren zu einem hochtechnisierten, effizienten Prozess entwickelt hat. Es wird deutlich, dass Massentierhaltung und billiges Fleisch zwei Seiten derselben Medaille sind. In seinen nachdenklichen Momenten fragt sich Dirk Nienhaus, ob seine Schweine etwas vermissen, und reflektiert mit bemerkenswerter Offenheit seine eigene Rolle im System. Friedrich Mülln betrachtet die moderne Landwirtschaft von der entgegengesetzten Seite: Der Gründer der Soko Tierschutz hat sich darauf spezialisiert, skandalöse Zustände in der Tierhaltung an die Öffentlichkeit zu bringen. Die Serie zeigt Bilder von seinen nächtlichen Einsätzen, bei denen er heimlich nach Tierschutzverstößen fahndet. Dabei macht Friedrich Mülln deutlich, warum er das System der Tierhaltung insgesamt für falsch hält. Anja Hradetzky sucht nach einem Weg, Tierwohl und Nutztierhaltung zu vereinen - und stößt dabei an die Grenzen des Systems. Ihre Kühe leben im Grünen. Die Kälber wachsen bei ihren Müttern auf. Ihr Tod kommt plötzlich, durch einen Kugelschuss auf der Weide. Trotzdem bleiben Fragen: Was ist ein glückliches Leben? Wer entscheidet, wann genug gelebt ist? Aber auch: Warum läuft es in 99 Prozent der Betriebe nicht so? Und warum hat sie auch nach vielen Jahren noch Probleme, von ihrer Arbeit zu leben?