ARD

Weltspiegel

Info, Zeitgeschehen • 13.07.2026 • 04:45 - 05:30
Ute Brucker, Moderatorin der Sendung "Weltspiegel".
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NORDDEUTSCHER RUNDFUNK
Weltspiegel vom NDR im Ersten - Moderator Andreas Cichowicz
Andreas Cichowicz moderiert den Weltspiegel vom NDR im Ersten.
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Weltspiegel extra - Logo
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WESTDEUTSCHER RUNDFUNK KÖLN, Weltspiegel extra - Logo.
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Originaltitel
Weltspiegel
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Info, Zeitgeschehen
Geplante Themen: - Spanien: Coolcation statt Ballermann Über Spanien bricht gerade die zweite Hitzewelle herein. Vielerorts zeigen Thermometer in diesen Tagen wieder mehr als 40 Grad. Halbwegs erträglich ist es noch im grünen Norden Spaniens, in Asturien. Das hat auch mit den Temperaturen der Meere zu tun. Der Atlantik vor Asturien ist derzeit um die 23 Grad warm. Das Mittelmeer erreicht dagegen mancherorts bereits 28 Grad. Der spanische Meteorologe Albert Barniol meint, das sei eine Abweichung von mehr als sechs Grad im Vergleich zu bisher üblichen Werten. Höhere Temperaturen und eine höhere Verdunstung sorgten für ein schlechteres Wohlbefinden und sei "Treibstoff für Unwetter". Die zunehmenden Hitzewellen und das immer wärmere Mittelmeer machen nun Asturien zu einem begehrten Ziel. Selbst in bisher verschlafenen Orten steigt die Einwohnerzahl. Bürgermeister sprechen von "Klimaflüchtlingen", die in Asturien ein neues zu Hause suchen. Immobilienpreise steigen rasant und die Zahl der Touristen auch. (Autor: Sebastian Kisters, ARD Madrid) - Frankreich - Le Pen will es noch einmal wissen Trotz Verurteilung und möglicherweise einer elektronischen Fußfessel wird Marine Le Pen als Präsidentschaftskandidatin für den Rassemblement National RN im Frühjahr 2027 antreten. Eine Entscheidung, die in Frankreich schon für heftige Debatten sorgt. Wie wird die "politische Wiederauferstehung" Le Pens in einer Kleinstadt wahrgenommen, die die Rechtsnationalen gerade erst spektakulär erobert haben? Und was will der RN überhaupt verändern, wenn er an der Macht ist? Eine Reportage aus La Flèche in der französischen Provinz, wo seit wenigen Monaten ein sehr junger RN-Bürgermeister regiert. Er ist selbst ein Ziehsohn des Le Pen-Clans und will die Stadt gründlich umkrempeln. (Autor: Michael Strempel, ARD Paris) - Türkei: 10 Jahre Putsch und heute? Viele Kritiker und politische Gegner des türkischen Präsidenten Erdogan sitzen im Gefängnis. Ein Tag vor fast zehn Jahren hat vieles ins Rollen gebracht, was das Land bis heute nachhaltig veränderte: Damals versuchte die sogenannte Gülen-Bewegung, ehemals Weggefährte von Erdogan, zu putschen. Die Regierung griff danach hart durch und entledigte sich auch Kritikern, die mit dem Putsch gar nichts zu tun hatten, unter ihnen Uni-Professoren oder Ärzte. Unsere Korrespondentin Katharina Willinger traf damals viele Menschen, die betroffen waren - und hat einen von ihnen zehn Jahre später wieder getroffen. Der Putsch und die Folgen, die bis heute sichtbar sind. (Autorin: Katharina Willinger, ARD Istanbul) - Polen/Ukraine: Ein Streit eskaliert Ein Geschichtsstreit über die Rolle der ukrainischen Aufstandsarmee UPA belastet die enge Beziehung der Nachbarn schwer. Teile der UPA verübten im Zweiten Weltkrieg Massaker in polnischen Dörfern und ermordeten zehntausende Polinnen und Polen. Die UPA kämpfte aber auch für ukrainische Unabhängigkeit und gegen die Sowjets, ihre Kämpfer gelten deshalb in der Ukraine als Helden. Ausgelöst wurde der jüngste Streit durch den Beinamen "Helden der UPA" , den sich eine ukrainische Armeeeinheit mit Billigung von Präsident Selenskyj gab. Polen erkannte daraufhin Selenskyj den Staatsorden ab, Selenskyj blieb einer wichtigen Konferenz in Danzig fern, die Sache schaukelt sich hoch. Und hat die polnische Bevölkerung erreicht: Ressentiments gegen ukrainische Flüchtlinge wachsen, Ukraine-Hilfe wird in Frage gestellt. In der polnischen Stadt Kielce wollte man ausgediente Stadtbusse in die ukrainische Partnerstadt Winnycja schicken, wo dringend Busse benötigt werden. Diese Aktion ist nun gestoppt. (Autorin: Ina Ruck, ARD Warschau) - Indonesien: Schulessen gerettet Der indonesische Präsident Prabowo hat sein Wahlversprechen eingelöst. Die Regierung spendiert nun allen Schulkindern im Land mit der weltweit viertgrößten Bevölkerung ein kostenloses Mittagessen. Jeden Tag. Die Idee: Wer früh genug Kinderarmut und Unterernährung bekämpft, bringt Indonesien schneller nach oben, wirtschaftlich und geopolitisch. Doch das Milliarden-Projekt ist das mit Abstand teuerste Programm in Indonesiens Haushalt. Und vielen liegt es kurz nach Einführung schwer im Magen. Im tropisch heißen Inselstaat mit gigantischen Entfernungen und schlechten Straßen können die Küchen die Kühlkette kaum einhalten. Ausgerechnet zwei Schülerinnen hatten aber jetzt eine richtig gute Idee. Ihre Erfindung könnte 60 Millionen Kinder vor einer bösen Überraschung schützen. (Autor: Florian Bahrdt, ARD Singapur) - Japan: Mafia-Lady packt aus Die japanische Mafia, "Yakuza" genannt, verdiente bis in die 90er Jahre prächtig und wuchs zu einer mächtigen Schattenwelt im Staat heran. Aus diesem Reich krimineller Männerbünde erzählt nun ausgerechnet eine Frau. Das bisher einzige bekannte weibliche Mitglied der Yakuza boxte sich buchstäblich durch im Milieu. Wieso ihr Kampf um Verzeihung mindestens ebenso hart ist, verrät sie Japan-Korrespondent Ulrich Mendgen. Und sie versucht auch eine Annäherung zu ihrem Sohn, der wegen ihrer Vergangenheit lange Zeit Distanz zu seiner Mutter hielt. (Autor: Ulrich Mendgen, ARD Tokio) - Weltspiegel-Podcast: Hitzewellen - hat Spanien uns etwas voraus? Moderation Podcast: Janina Werner