tagesschau24

Weltspiegel

Info, Zeitgeschehen • 19.04.2026 • 18:30 - 19:15
WESTDEUTSCHER RUNDFUNK KÖLN, Weltspiegel extra - Logo.
Vergrößern
Vergrößern
Weltspiegel-Logo.
Vergrößern
Moderation: Isabel Schayani
Vergrößern
Originaltitel
Weltspiegel
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Info, Zeitgeschehen
* Oman: Die Fischer und die Seeblockade an der Straße von Hormus Im Hafen von Maskat beobachten die Fischer genau, was vor der Küste geschieht. Bisher können sie mit ihren kleinen Booten rausfahren, weil sie sich nicht so weit in den Golf von Oman hinaus trauen. Dort sind inzwischen viele Kriegsschiffe unterwegs, vor allem die der US-Marine. Die verkündete Blockade der iranischen Öl-Häfen macht den Alltag für die Fischer gefährlicher. Sie fürchten weitere Eskalationen und dann zum Ziel von Angriffen iranischer Drohnen zu werden. Mit dem Iran-Krieg der USA und Israels hat sich die Situation für die Fischer dramatisch verändert. Der Weltspiegel berichtet über den aktuellen Alltag im Oman. * Schweiz/Libanon: UN-Organisationen vor der Pleite Ein "Wettlauf mit dem Bankrott" - so beschreibt UN-Generalsekretär Antonio Guterres die aktuelle Situation der Vereinten Nationen. Ein nie dagewesener Kahlschlag dünnt die UNO-Struktur aus und schwächt sie langfristig, tausende Mitarbeiter werden entlassen. Sie gehört zu denen, die schon raus aus dem System sind: Stefanie Khan, dreifache Mutter aus einem kleinen Dorf in Thüringen, will eigentlich die Menschenrechte in der Welt verteidigen. Doch der Vertrag im Büro des UN-Menschenrechtskommissars wurde nicht verlängert. Auch ihr Mann hat aufgrund der Sparmaßnahmen seinen Job beim Flüchtlingshilfswerk UNHCR verloren. Wer raus aus dem System ist, hat kein soziales Netz, kein Recht auf Arbeitslosengeld, verliert seine Aufenthaltsgenehmigung. Die Situation erinnert sie an die Zeit nach dem Mauerfall, auch jetzt ändere sich die Welt, wie wir sie kennen. Aber viel schlimmer wiegt für sie, den Menschen am anderen Ende der Kette nicht mehr helfen zu können. Zum Beispiel in den UN-Flüchtlingslagern im Libanon. Dort treffen wir die Mitarbeiter, die NOCH im System sind, aber jeden Tag im Einsatz die Konsequenzen des fehlenden Budgets zu spüren bekommen. Die Reportage zeigt sowohl, wie stark das internationale Genf derzeit unter Druck steht, als auch wie die Vereinten Nationen mit den Folgen von Trumps Entscheidungen zu kämpfen haben. * Ukraine: Deserteure in der Armee 200.000 Fahnenflüchtige sollen sich dem Dienst in der ukrainischen Armee inzwischen entzogen haben. Vor allem im vergangenen Jahr ist die Zahl der Deserteure rapide angestiegen. Schlechte Ausrüstung, schlechte Führung, Angst vor Gefangennahme durch russische Truppen und die Sorge um das eigene Leben lassen viele Soldaten fliehen. Vor allem schlechte Offiziere sorgen für Unmut bei vielen Front-Soldaten: "Das waren einfach nur junge, unqualifizierte, unerfahrene Feiglinge" berichtet ein Deserteur über die Offiziere seiner Einheit, "wenn man Leute losschickt und 70 - 80 Prozent von ihnen nicht zurückkommen, ist das nichts, was ich mitmachen werde". Der ukrainische Verteidigungsminister hat bisher keine Idee, wie mehr Soldaten für den Einsatz verpflichtet werden können. Und für die ukrainische Armee werden die fehlenden Soldaten an der Front immer mehr zu einem gravierenden Problem im Abnutzungskrieg gegen Russland. * China: Seltene Erden - giftiger Rohstoffabbau für die Hightechindustrie China hat bei der Verarbeitung von Seltenen Erden, ein wichtiger Rohstoff für die Hightechindustrie, nahezu ein Monopol - und setzt mit Exportkontrollen die USA und Europa in Handelskonflikten unter Druck. Doch weil beim Abbau viele Giftstoffe in die Umwelt gelangen, hat die chinesische Führung bereits zahlreiche Minen im Land geschlossen. Dafür eröffnen nun chinesische Unternehmer Abbaugebiete im Bürgerkriegsland Myanmar und transportieren den Rohstoff zurück nach China. Wer sich auf die Suche nach den Spuren der Seltenen Erden macht, bekommt schnell Probleme. * Usbekistan: Kampf um die Rohstoffe Der weltweite Kampf um wertvolle Rohstoffe hat inzwischen auch Usbekistan erreicht. Die ehemalige Sowjetrepublik in Zentralasien verfügt über große Kupfervorkommen. Vor allem in der Region Olmarik, 70 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Taschkent, soll in