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Weltbilder

Nachrichten • 15.09.2026 • 23:45 - 00:15
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Originaltitel
Weltbilder
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Nachrichten
Luftalarm am Strand: Wie Russinnen und Russen im Urlaub den Krieg verdrängen Autorin: Silke Diettrich Sirenen heulen am Badestrand, Urlauber sonnen sich ungerührt weiter. An Russlands Schwarzmeerküste trifft der Ukraine-Krieg mitten in der Hochsaison auf den Ferienalltag. In Noworossijsk zerstören Drohnen ein Wohnhaus und treffen das Hafengelände, die zentrale Drehscheibe für rund 80 Prozent der russischen Getreideexporte. In Tuapse brennen nach Angriffen Ölterminals, Experten warnen vor schweren Umweltschäden an den Stränden. Das Filmteam um Silke Diettrich reist entlang der Küste von Noworossijsk über das traditionsreiche Jugendlager Orljonok bis in die mondäne Olympia-Stadt Sotschi. Die Recherche vor Ort zeigt: Während Strände wegen der Luftalarme geräumt werden, Treibstoff an den Zapfsäulen fehlt und Flughäfen immer wieder schließen, versuchen viele Reisende die Gefahr zu verdrängen. Für die meisten Bürger*innen fehlen bezahlbare Reiseziele im Ausland. Wie tief greift der Krieg inzwischen in das russische Alltagsleben ein? Kroatien: Dubrovniks Maßnahmen gegen Overtourism Autor: Andreas Bachmann Kreuzfahrtschiffe vor der Altstadt, Menschenmassen in den engen Gassen: Dubrovnik gilt als das Symbol für Overtourism. Inzwischen will die Stadt zeigen, dass Tourismus auch anders geht: Besucherströme werden digital gelenkt, die Anlandung von Kreuzfahrtschiffen begrenzt, die Altstadt besser geschützt, Grünflächen statt Bauland ausgewiesen. 2026 wurde Dubrovnik deshalb als "Green Pioneer of Smart Tourism" ausgezeichnet. Doch für seinen Kurs bekommt Bürgermeister Mato Frankovic Gegenwind - Investoren sind sauer, machen Druck, der Bürgermeister steht unter Polizeischutz. Kann Dubrovnik trotzdem zum Vorbild für Europas überlaufene Urlaubsorte und wieder lebenswerter für seine Bewohnerinnen und Bewohner werden? Andreas Bachmann hat sich unter die Touristen gemischt. Bundeswehr in Australien: Großübung am anderen Ende der Welt Autor: Marcel Müller 13.000 Kilometer von Deutschland entfernt trainiert die Luftwaffe über Australien. Bei der Großübung Pitch Black (auf Deutsch: stockfinster) proben 21 Staaten mit über 100 Flugzeugen komplexe Einsatzszenarien wie Luftbetankungen und Nachtflüge. Die Bundeswehr beteiligt sich mit sechs Eurofightern, zwei Tankflugzeugen und mehr als 200 Soldatinnen und Soldaten. Ein Kamerateam konnte die Crew eines deutschen Tankflugzeugs bei ihrem Einsatz begleiten: Über dem australischen Outback steuert die deutsche Luftwaffe den Ausleger an Kampfjets befreundeter Nationen heran bei fast 600 km/h und weniger als 20 Metern Abstand. Das Andocken an Maschinen aus Südkorea, Australien oder Singapur ist dabei echte Millimeterarbeit. Auf der Airbase in Darwin bereiten Techniker deutsche Eurofighter auf ihre Trainingsflüge vor. Alles muss blitzschnell gehen, die deutschen Kampfpiloten sind dabei unter Hochspannung. Hinter dem Großmanöver steht ein sicherheitspolitisches Signal: Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen im Indopazifik wollen Deutschland und seine Partner Geschlossenheit demonstrieren und freie Handelswege sichern. In der Region Darwin stoßen die ständigen Tiefflüge und der Lärm jedoch auch auf Kritik aus der Bevölkerung. Wie funktioniert das Zusammenspiel internationaler Streitkräfte in der Praxis? Korrespondent Marcel Müller konnte mit einem Filmteam die Bundeswehr am Boden und im Cockpit begleiten.