USA: Tourismuskrise in Florida? Autorin: Kerstin Klein Sorgt die ausländerfeindliche Politik von Donald Trump für spürbare Verluste in der Tourismusindustrie Floridas? Viele Anbieter klagen über weniger Reisende, vor allem aus Europa und Kanada. Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren habe es einen Rückgang gegeben, erklärt ein deutschstämmiger Ferienhausvermieter: "Bei uns war der Tourismus, die Buchungen wirklich unten. Ganz schlimm." Selbst in der Pandemie habe er so etwas nicht erlebt. Die Tourismusbehörde räumt ein, dass im Jahr 2025 sechs Prozent weniger Urlauber aus dem Ausland nach Florida gekommen seien. US-amerikanische Urlauber suchen zwar weiter die Sonne zwischen Daytona Beach und Miami. Wen die Veranstalter aber vermissen, sind vor allem die Urlauber aus Übersee: "Sie bleiben länger, ein, zwei, drei, vier Wochen, manchmal sogar zwei Monate", erläutert die Sprecherin der Tourismusbehörde. Wie wirkt sich die aggressive Politik des US-Präsidenten auf den Tourismus wirklich aus? Eine Spurensuche in Florida. Polen: Atomkraft, Ja bitte Autorin: Ina Ruck An einem der schönsten Ostseestrände Polens, in der kaschubischen Küstenlandschaft, soll Polens erstes kommerzielles AKW entstehen. Denn das Land will klimaneutral werden. Noch vor zehn Jahren wurden hier 90 Prozent des Stroms aus Kohle erzeugt, mittlerweile sind es "nur" noch 60, und das ist im EU-Vergleich immer noch viel zu viel. Auch Polen setzt deshalb längst auf erneuerbare Energien, braucht aber noch eine Energiequelle als Back-up und für den Übergang. Statt russischem Gas soll das lieber Atomkraft sein. Gegner gibt es erstaunlich wenige. Die sonst so zerstrittenen Parteien sind sich einig, Protest im Volk gibt es kaum. Ein Team des ARD-Studio Warschau hat mit Menschen im Ostseeort Slajszewo gesprochen, denen das AKW direkt vor die Nase gesetzt wird. Und es war im Bergbaugebiet Oberschlesiens, wo jetzt, mitten im Strukturwandel, eine Zeche nach der anderen geschlossen wird und sich viele Kumpel fragen, ob Atomkraft wirklich umweltfreundlicher ist als Kohle. Venezuela: ausländische Gefangene als Faustpfand Autoren: Jonas Schreijäg, Thomas Aders Hector Martinez hat Schreckliches erlebt in einem venezolanischen Gefängnis. Über Monate wissen seine Verwandten nicht, ob er lebt und wo er sich befindet. Sicherheitskräfte des Maduro-Regimes hatten ihn im Grenzgebiet zu Kolumbien gekidnappt und dann in das berüchtigte Foltergefängnis Rodeo Uno in Caracas gebracht. Ohne Grund, ohne Anklage, ohne dass er juristische Unterstützung bekam. ARD-Recherchen zeigen jetzt, dass die Regierung Maduro offenbar gezielt Ausländer festgenommen hat und ohne Anlass festhielt. "Die Ausländer wurden wie Mastvieh behandelt: Man sperrt sie ein und sucht im Laufe der Zeit nach dem Nutzen … Irgendwann findet man schon etwas, wogegen man sie eintauschen kann", erklärt Alfredo Romero von der Menschenrechtsorganisation Foro Penal. Vor allem seit der erkennbar gefälschten Präsidentenwahl 2024 sucht das Regime um Nicolas Maduro offenbar nach menschlicher Verhandlungsmasse, um z. B. Erleichterungen bei Sanktionen und wirtschaftliche Unterstützung zu bekommen. Belgien: feine Küche für vier Pfoten Autorin: Tabea Volz Hunde gehören für viele zur Familie. In einem Strandbistro im belgischen Ostende speisen sie nun auch wie menschliche Gäste. Die Speisekarte bietet Auswahl: Rind, Fisch oder Geflügel stehen bereit. Besonders die Entenbrust gilt als Verkaufsschlager. Doch das Bistro setzt eine harte Grenze. Wer mit Kindern kommt, steht vor verschlossener Tür. Die Betreiber lassen Gäste erst ab 18 Jahren ein. Das Lokal sei nicht für Kinder geeignet, lautet die Begründung. So entsteht ein Ort für Erwachsene, die ihren Hund beim Strandgang nicht missen wollen.