Der im 18. Jahrhundert errichtete Łazienki-Palast zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Warschaus. Als Sommerresidenz von Stanisław August Poniatowski angelegt, entwickelt er sich zu einem Ort der Kunst und des Wissens. Bei den berühmten "Donnerstagen des Königs" versammeln sich dort Philosophinnen und Philosophen, Musikerinnen und Musiker sowie Diplomatinnen und Diplomaten aus ganz Europa. Empfänge, Konzerte und Debatten machen den Palast zu einem Zentrum der Aufklärung. Während des Zweiten Weltkriegs bleibt er weitgehend von Zerstörungen verschont. Über die Jahrhunderte übersteht der Palast Invasionen, Teilungen und Kriege. Bis heute steht er für eine polnische Kultur, in der Melancholie und Leidenschaft eng miteinander verbunden sind - eine Spannung, die sich auch in der Musik von Frédéric Chopin widerspiegelt. Begleitet von den live vor Ort gespielten Chopin-Kompositionen des Pianisten Alain Planès führt die Dokumentation durch die Salons, die Fresken und die Gartenanlagen des Schlosses. Chopins Musik tritt dabei in einen Dialog mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Vivaldi, Stanisław Moniuszko, Krzysztof Penderecki und Henryk Mikołaj Górecki. Das jährlich stattfindende Chopin-Festival knüpft an diese Tradition an und macht Warschau bis heute zu einem wichtigen Ort der Musikkultur.