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The Middle Man - Ein Unglück kommt selten allein

Spielfilm, Komödie • 22.01.2026 • 00:55 - 02:30
Die Kommission – bestehend aus dem Pastor (Nicolas Bro), dem Sheriff (Paul Gross) und dem Arzt (Don McKellar, v.l.) der Stadt – stellt Frank Farrelli (Pål Sverre Hagen, vo.) als Überbringer schlechter Nachrichten ein.
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Frank Farrelli (Pål Sverre Hagen) hat eine der wenigen Festanstellungen in der Kleinstadt Karmack. Sein Beruf: Überbringer schlechter Nachrichten.
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Frank Farrelli (Pål Sverre Hagen, li.), Blenda (Tuva Novotny, 2.v.l.), der Sheriff (Paul Gross, Mi.), der Pastor (Nicolas Bro, 2.v.r.) und der Arzt (Don McKellar, re.) statten den Verunglückten einen Besuch im Krankenhaus ab.
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Sein neuer Job hilft Frank (Pål Sverre Hagen), sich etwas aus den Klauen seiner Mutter (Nina Andresen Borud) zu befreien, bei der er noch immer wohnt.
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Originaltitel
The Middle Man
Produktionsland
N, CDN, D, DK
Produktionsdatum
2021
Altersfreigabe
12+
Spielfilm, Komödie
Die amerikanische Kleinstadt Karmack hat schon bessere Zeiten gesehen. Wer nicht wegzieht, ist auf Arbeitssuche. Zu allem Überfluss erlebt die Stadt eine ungewöhnliche Häufung von Unglücksfällen. Um nicht selbst die schlechten Nachrichten überbringen zu müssen, engagiert eine Kommission - bestehend aus Sheriff, Arzt und Pastor - einen "Mittelsmann". Dessen einzige Aufgabe ist überschaubar: Er muss die Angehörigen informieren, wenn wieder etwas passiert ist. Der ruhige Frank Farrelli scheint perfekt für den Job, hat er doch jahrelang bei der Bahn gearbeitet und auch dort zumeist schlechte Nachrichten überbracht. Frank blüht in seinem Job auf, verliebt sich in die Rathaussekretärin Blenda und schafft es sogar, sich etwas aus den Klauen seiner Mutter zu befreien, bei der er noch immer wohnt. Doch der Druck des Jobs lastet immer schwerer auf ihm und mit jedem Unglück kommen die Einschläge näher. Denn irgendwann gilt er selbst als Unglücksbringer und wird in einen skurrilen Mordfall verwickelt, der ihn vom Mittelsmann zum Mittäter macht. "The Middle Man - Ein Unglück kommt selten allein" erzählt am Beispiel einer fiktiven Stadt im sogenannten Rust Belt der USA von Niedergang, Tod und Trauer, aber auch von der Unfähigkeit der Menschen, damit halbwegs adäquat umzugehen. Aus dem Scheitern einer angemessenen Trauerarbeit zieht der Film immer wieder seine komischsten Momente. Bent Hamers staubtrockener, tiefschwarzer Humor erinnert an die Coen-Brüder. Doch seine Filme kommen weniger aus dem Genrekino als aus einer sehr eigenen Form von schrägem Sozialdrama.