KI-Bilder vom Holocaust: erfundene Vergangenheit und die Folgen Ein abgemagerter KZ-Häftling hinter Stacheldraht. Ein Kind, dramatisch von der Mutter getrennt: KI-Bilder, die sich als "Holocaust-Fotos" ausgeben, fluten soziale Netzwerke. Gedenkstätten und Archive registrieren seit Monaten eine Zunahme und fordern in einem offenen Brief, Plattformen sollten konsequent gegen diese Verfälschungen vorgehen. "Fake History", nennt es Pawel Sawicki vom Auschwitz Memorial: Nachdem das Foto der ermordeten Niederländerin Helena Waterman-de Jong entwendet und als KI-Version verfremdet und verbreitet wurde, versucht Sawicki auf die Problematik aufmerksam zu machen. Die Mechanik dahinter ist makaber: maximale Emotionalisierung bringt Likes, Reichweite und, über Monetarisierungs-Programme, Geld. Content-Farmen produzieren den Stoff. Weil es aus Konzentrationslagern nur wenige echte Bilder gibt, wirkt der KI-Überfluss umso mächtiger: Geschichte wird verzerrt, Würde verletzt - und Zweifel werden einfacher. Liebe, Kinder, Trennung? Dokumentarfilm über die Entwicklung von vier Paaren Man verliebt sich, ist im besten Fall auf "Wolke 7" zu Hause, aus Verliebtheit wird Liebe, man bekommt Kinder und dann? Hält die Liebe? Auch noch in fünf, sieben oder sogar 20 Jahren? Bleibt man zusammen? In guten wie in schlechten Zeiten? Oder scheitert man? Trennt sich schließlich? Der Dokumentarfilm "Wie die Liebe geht" hat vier Paare über sieben Jahre begleitet und zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich eben die Liebe gehen kann. Am 3. Februar wird der Dokumentarfilm im NDR Fernsehen gesendet, außerdem ist die gleichnamige Serie in der ARD-Mediathek zu sehen. "NDR Kultur - Das Journal" hat mit den beiden Regisseurinnen gesprochen. Mit Liebe gegen die Unsicherheit in dieser Zeit: das neue Buch von Daniel Schreiber Krieg in der Ukraine, Streit um Grönland, Bröckeln der Demokratie - und dazu der drohende Klimawandel. Die Nachrichten können einem ganz schön zu schaffen machen. Was soll man da tun? Die Antwort von Daniel Schreiber lautet: mehr Liebe. Veränderungen, so Schreiber, geschehen im Kleinen und fangen damit an, wie wir die Menschen in unserem Leben behandeln. In seinem Buch "Liebe! Ein Aufruf" nähert er sich dem Thema persönlich und gesellschaftlich zugleich. Schreiber, der in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen ist, verbindet autobiografische Erfahrungen mit philosophischen Überlegungen, er holt sich Rat bei den großen Denkern des 20. Jahrhunderts, zum Beispiel bei Martin Luther King. Ein ruhiger, kluger Text über Verbundenheit in unsicheren Zeiten. Auf der Bühne frech, im Leben introvertiert: Comedian Moritz Neumeier tourt durch Norddeutschland Moritz Neumeier ist ein Star unter den Stand-up-Comedians: Wenn er vor 800 Menschen auf der Bühne steht, ist das kein Problem, sagt er. Wohl aber die nächste Gartenparty - da möchte er eigentlich nicht hin und schon gar nicht dort sprechen. Denn Moritz Neumeier ist introvertiert. Erst vor wenigen Jahren hat er diesen Begriff kennengelernt und endlich verstanden, wie er tickt. Dabei ist introvertiert sein nichts Ungewöhnliches. Jeder Zweite gilt als introvertiert. Doch die Lauten dominieren. Stille gelten als uncool, werden als Kinder häufig gemobbt. Dabei sind sehr viele talentierte Menschen introvertiert. Im Februar und im März ist Moritz Neumeier, der in Schleswig-Holstein aufgewachsen ist und in Norddeutschland lebt, auf Tournee. Im Interview spricht er über seine andere, introvertierte Seite. Stars der Hamburger Schule: das neue Album der Band Die Sterne Sie gehören zu den wichtigsten Bands der Hamburger Schule neben Tocotronic und Blumfeld. Und sie haben immer noch etwas zu sagen: Die Sterne mit Sänger Frank Spilker. Die Besetzung der Band hat sich zwar vor einigen Jahren geändert, aber ihr neues Album zeigt, dass der Stil aus klugen deutschen Texten, Indie-Pop und politischem Bewusstsein nichts von seiner Kraft verloren hat. Sänger Frank Spilker und seine Band verbinden persönliche Beobachtungen mit gesellschaftlichen Kommentaren, mal melancholisch, mal ironisch, immer präzise. Musikalisch klingt das neue Werk zugleich vertraut und frisch, die Texte sind gewohnt gesellschaftskritisch, aber nie platt. "NDR Kultur - Das Journal" trifft Frank Spilker in Hamburg.