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Monica in the South Seas

Kultur, Kunst + Kultur • 04.01.2026 • 02:15 - 03:25
Monica Flaherty verbrachte auch ihre Kindheitstage auf der samoanischen Insel Savai’i. Ihr Vater hatte für den Stummfilm „Moana“ (1926) ein unbegrenztes Budget und nahm daher die ganze Familie mit.
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Monica Flahertys vertonte Version wurde 1981 in Paris in der Cinémathèque française uraufgeführt. Wichtige Filmkritiker sehen ihn als den besten post-synchronisierten Film der Geschichte an.
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In Zeremonien lernt Monica Flaherty die komplexe Kultur des Austauschs von Geschenken und Ehrungen der Samoaner kennen. Bei ihrer Rückkehr erfährt sie auch von den teils fragwürdigen Arbeitsmethoden ihres Vaters.
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50 Jahre nach Entstehung des Stummfilms „Moana“ (1926) reist Monica Flaherty, die Tochter von Robert und Frances Flaherty, auf die samoanische Insel Savai’i. Sie nimmt dort Geräusche auf, um den Film ihrer Eltern zu vertonen.
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Originaltitel
Monica in the South Seas
Produktionsland
FIN
Produktionsdatum
2022
Kultur, Kunst + Kultur
Noch heute erinnert man sich auf Savai'i an den Vater von Monica Flaherty, der hier 50 Jahre zuvor das Leben der Samoanerinnen und Samoaner filmisch festgehalten hatte. Während einer Begrüßungszeremonie wird Monica von den Dorfbewohnern reich beschenkt. Erinnerungen an glückliche Kindheitstage auf der paradiesischen Insel werden wach. Parallel zu Rückblenden zeigt der Dokumentarfilm die Entstehung des Stummfilms "Moana" (1926). Nach dem immensen Erfolg von "Nanuk, der Eskimo" (1922) war Robert J. Flaherty von Paramount mit einem weiteren Dokumentarfilm beauftragt worden. Der Filmemacher reiste mit seiner Frau Frances und ihren Kindern auf die Insel Savai'i im Südpazifik, um die aussterbende Kultur des dort lebenden Volkes für ein amerikanisches Publikum zu dokumentieren. 50 Jahre später kehrt seine Tochter Monica mit einem kleinen Team auf die Insel zurück, um die einzelnen Szenen zu vertonen. Dazu trifft sie sich mit Pe'a Taule'ale'ausumai, einem der Hauptdarsteller von "Moana". In Zeremonien lernt sie die komplexe Kultur des Austauschs von Geschenken und Ehrungen der Samoaner kennen. Sie sucht auch Fa'agase Su'a-Filo auf, eine der Hauptdarstellerinnen, die von Robert Flahertys Arbeitsmethoden erzählt. Bei der Abschiedszeremonie mit den Häuptlingen des Dorfs wird Monica der ehrenhafte Titel Taupo, Tochter von Safune, verliehen. Monica hält eine Rede und beteuert, mit der vertonten Version von "Moana" zurückzukehren. Sechs Jahre später arbeitet Monica in New York mit dem Tontechniker Lee Richter daran, die eigenen Aufnahmen mit den Szenen aus "Moana" zu kombinieren. Monicas vertonte Version wurde 1981 in der Pariser Cinémathèque uraufgeführt. Die Kritik lobte den Film als einen der besten post-synchronisierten Filme der Geschichte.