3sat

Madagaskar - Tropisches Inselparadies

Natur + Reisen, Land + Leute • 27.03.2026 • 17:20 - 18:15
Ein Schädel des bemerkenswerten madagassischen Hornkrokodils (Voay robustus). Er wurde in der überfluteten Aven-Höhle im Südwesten Madagaskars entdeckt. Man geht davon aus, dass diese Art vor etwa 2.000 Jahren, zur Zeit der Ankunft des Menschen auf Madagaskar, ausgestorben ist. Mit einer geschätzten Länge von bis zu 5 Metern und einem Gewicht von rund 170 Kilogramm war es vermutlich der größte Raubtierjäger, der in jüngerer Zeit auf Madagaskar existiert hat.
Vergrößern
Ein Pantherchamäleon (Furcifer pardalis), eine von rund 150 verschiedenen Chamäleonarten, die auf Madagaskar vorkommen. Diese bemerkenswert vielfältige Tiergruppe reicht in ihrer Größe vom riesigen Parson-Chamäleon, das fast 70 cm Länge erreichen kann, bis zum winzigen Brookesia-Mikra-Chamäleon, das weniger als 3 cm groß ist.
Vergrößern
In den Reisfeldern des zentralen Hochlands von Madagaskar arbeiten Frauen gemeinsam mit ihren Töchtern, um rechtzeitig für die kommende Ernte Reissetzlinge zu pflanzen. Reis ist eine lebenswichtige Nutzpflanze in Madagaskar, und jedes Jahr werden über 1.000.000 Tonnen produziert – größtenteils von Subsistenzbäuerinnen und -bauern.
Vergrößern
Der Streifen-Tenrek (Hemicentetes semispinosus) kommt in den tropischen Tieflandregenwäldern des nördlichen und östlichen Madagaskars vor. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Regenwürmern, und er ist das einzige bekannte Säugetier, das mittels Stridulation kommuniziert: Dabei reiben bzw. vibrieren verhärtete Stacheln aneinander und erzeugen hochfrequente Alarmrufe.
Vergrößern
Originaltitel
Madagaskar - Tropisches Inselparadies
Produktionsland
A
Produktionsdatum
2025
Natur + Reisen, Land + Leute
Madagaskar ist für Biologen eine der interessantesten Inseln der Welt. Denn dort hat sich in Jahrmillionen der Abgeschiedenheit eine völlig einzigartige Tier- und Pflanzenwelt entwickelt. Sie entstand vor etwa 90 Millionen Jahren und bietet verschiedensten, nur dort vorkommenden Tierarten wie Lemuren, Tenreks, Fingertieren und Pelikan-Spinnen eine Heimat. Auch die Menschen auf der erst spät besiedelten Insel haben sich an die jeweilige Landschaft und ihr Klima angepasst. So kultivieren Bauern im regenreichen Osten Reisfelder, während die Bewohner der trockenen Westküste gelernt haben, mithilfe von Affenbrotbäumen riesige Wassermengen zu speichern, um die Trockenzeit zu überstehen.