Der Internist Mohamed Cherbagi aus Syrien pendelt jeden Morgen von Dresden nach Freiberg. Im Kreiskrankenhaus arbeitet er eng mit deutschen und internationalen Kollegen. Anfangs gab es Sprachhürden und Vorurteile, heute ist er fester Teil des Teams. Mehr als 50.000 zugewanderte Ärzte stützen den medizinischen Betrieb an deutschen Krankenhäusern. Ihr Einsatz ist längt unverzichtbar. In Freiberg stammt fast jeder zweite Arzt aus dem Ausland. Doch Mohamed denkt über eine Rückkehr nach Syrien nach. Sobald er seine zweite Facharztausbildung abgeschlossen hat, möchte er gehen. Die Reportage macht sichtbar, wie abhängig das deutsche Gesundheitssystem von internationalen Fachkräften ist. Wenn Ärzte wie Mohamed Cherbagi gehen, gerät die medizinische Versorgung ganzer Regionen ins Wanken.