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Klaus Mäkelä dirigiert Schostakowitsch

Musik, Klassische Musik • 02.12.2025 • 00:35 - 01:45
Klaus Mäkelä, Musikdirektor des Orchestre de Paris
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Dirigent Klaus Mäkelä (re.) und Cellistin Sol Gabetta (vo.) widmen dem Komponisten Dmitri Schostakowitsch einen Abend in der Pariser Philharmonie.
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Intensiver Dialog mit Tiefgang, Farbe und Ausdruckskraft: Die hochkarätige Cellistin Sol Gabetta verschmilzt mit dem Orchester und liefert eine bewegende Interpretation.
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Unter der Leitung von Klaus Mäkelä verzaubert das Orchestre de Paris mit einer vielfältigen Auswahl an Stücken in der Pariser Philharmonie.
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Originaltitel
Klaus Mäkelä dirige Chostakovitch avec Sol Gabetta
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2023
Musik, Klassische Musik
Klaus Mäkelä und Sol Gabetta widmen dem Komponisten Dmitri Schostakowitsch einen Abend in der Pariser Philharmonie. Das Orchestre de Paris eröffnet das Konzert mit Schostakowitschs "Suite für Variété-Orchester Nr. 1", einem schwungvollen, kurzweiligen Werk aus dem Jahr 1956, das unter anderem Arrangements verschiedener Filmmusiken umfasst. Die acht Sätze basieren auf Tanzrhythmen und wurden lange Zeit fälschlicherweise als die 1938 in Leningrad entstandene "Suite für Jazzorchester Nr. 2" angesehen. Bei der "Suite für Variété-Orchester" kommen auch Instrumente aus der Volksmusik - wie die Gitarre, das Akkordeon und das Saxofon - zum Einsatz. Die abwechslungsreiche Partitur entfaltet große musikalische Kraft: kurze Phrasen, schwungvolle Rhythmen, ein einfacher Aufbau sowie klare und zum Überschwang neigende Stimmungen. Das "Cellokonzert Nr. 2" sorgt für einen radikalen Wechsel hin zu düsteren, meditativen Klängen. 1966 komponierte Schostakowitsch das Werk für seinen Schüler und Freund Mstislaw Rostropowitsch, der darüber sagte: "Dieses Werk hat mich ,angesteckt'. Es wirkt sehr einfach, entwickelt jedoch einen erstaunlichen Klang, wie in einer Offenbarung. Ich liebe dieses Konzert." Während beim "Cellokonzert Nr. 1" der Solopart stärker dominiert, führen Solistin und Orchester hier einen intensiven Dialog mit viel Tiefgang, Farbe und Ausdruckskraft. Auf eine finstere Klage folgt ein betörendes, rhapsodisch anmutendes Ritornell, bevor das Konzert mit einem langen, seufzenden Akkord des Cellos endet und ein überwältigtes Publikum zurücklässt. Die hochkarätige Cellistin Sol Gabetta verschmilzt mit dem Orchester und liefert eine bewegende Interpretation. Aufzeichnung vom 20. Mai 2023 in der Pariser Philharmonie.