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Jung, online, süchtig
Info, Gesellschaft + Soziales • 03.04.2025 • 05:25 - 06:05 heute
Süchtig nach Onlinespielen: Die Gaming-Industrie versucht, mit ihrem Angebot, zunehmend Kinder und Jugendliche anzusprechen.
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Süchtig nach Onlinespielen: Die Gaming-Industrie versucht, mit ihrem Angebot, zunehmend Kinder und Jugendliche anzusprechen.
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Die Online-Gaming-Industrie lockt User mit kostenlosen Spielen. Doch wirklich erfolgreich ist man in vielen Spielen nur durch kostenpflichtige Zusatzelemente.
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Daniel fing früh an Computerspiele zu spielen. Irgendwann war er süchtig. Einziger Ausweg: eine Therapie im Suchthilfezentrum.
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Originaltitel
Adictos a la pantalla
Produktionsland
E
Produktionsdatum
2022
Info, Gesellschaft + Soziales
Daniel gibt fast 100.000 Euro für Online-Glücksspiele aus. Mit 16 spielt er Videogames, später kommen Poker, Roulette und Sportwetten hinzu. Durch eine Therapie überwindet er seine Sucht. Die Grenzen zwischen harmlosem Gaming und klassischem Glücksspiel sind oftmals fließend. Jugendliche, die spielsüchtig sind, vernachlässigen häufig soziale Beziehungen. Sie schwänzen die Schule oder gehen nicht mehr zur Ausbildung oder Arbeit. Hinter den Game- und Gambling-Angeboten steckt eine regelrechte Industrie, die mit Mafia-Methoden Spieler unter Druck setzt und versucht, gezielt junge Leute anzusprechen. Viele Wettanbieter sind auch im Profisport präsent. Ob Gaming, Gambling, soziale Medien oder andere Plattformen: Mitarbeitende der Tech-Industrie kennen die psychologischen Tricks und Techniken, mit denen ihre Angebote und Apps Userinnen und User abhängig machen. Und nicht zuletzt deshalb halten viele von ihnen ihre eigenen Kinder möglichst lange von Bildschirmen und Displays fern.