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Die Seele des Essens

Info, Essen + Trinken • 07.04.2026 • 03:05 - 03:30
Jong-hwa (li.) und Susanne (re.), die Meisterinnen des fermentierten Kohls, zusammen auf dem Markt in Südkorea
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Jong-hwa baut die Zutaten für ihr Kimchi selber nach Regeln des Biolandbaus an.
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Jong-hwa (li.) und Susanne (re.) stellen gemeinsam Kimchi her. Jong-hwas Kimchirezept umfasst mehr als 20 Zutaten.
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Angekommen in Südkorea: Susannes (li.) erste traditionelle Mahlzeit bei Jong-hwas Familie
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Originaltitel
Foodmakers go Global
Produktionsland
D, I
Produktionsdatum
2017
Info, Essen + Trinken
Susanne lebt auf einem Biobauernhof in Dithmarschen an der Nordseeküste und hat sich auf die Herstellung eines typisch deutschen Produkts spezialisiert: auf Sauerkraut! Zusammen mit ihrem Mann baut sie auf biologische Weise verschiedene Kohlsorten an und hat eine Möglichkeit gefunden, das rohe Sauerkraut unpasteurisiert zu verkaufen, denn so ist es am gesündesten. Nun ist Susanne ins ferne Südkorea gereist, um dort, direkt an der nordkoreanischen Grenze, zu lernen, wie man Kimchi herstellt. Kimchi ist in Südkorea ebenfalls so etwas wie ein Nationalgericht und wird zu allen Speisen als Beilage serviert. Jong-hwa lebt in der Provinz Gangwon-do und möchte Susanne zeigen, wie sie ihr beliebtes Kimchi herstellt. Beim Verkosten des deutschen Sauerkrauts ist sie etwas skeptisch: Kann etwas, das aus nur zwei Zutaten besteht, wirklich gut schmecken? In ihr Kimchi kommen neben dem obligatorischen Chinakohl mindestens ein Dutzend Dinge, allen voran eine Menge Chili, gefolgt von getrockneten Garnelen und Pulver aus Maulbeerbaumblättern. Die beiden Frauen verstehen sich auf Anhieb und machen sich gemeinsam an die Arbeit. Susanne ist beeindruckt von der zeitaufwendigen Kimchi-Herstellung. Die für koreanische Geschmäcker üblichen Chilimengen sind jedoch zu viel für ihre Geschmacksnerven. Zusammen experimentieren Susanne und Jong-hwa mit einem traditionellen koreanischen Pfannkuchen, den sie statt mit Kimchi mit Sauerkraut herstellen. Der schmeckt auch Jong-hwas Freundinnen. Nun plant Susanne, in Deutschland selbst Kimchi zu machen - allerdings eines, das weniger scharf ist.