In einem Jugendgerichtsverfahren wird dem 15-jährigen Tobias vorgeworfen, Britta, die Ex-Freundin seines älteren Bruders Anton, in einer Disko sexuell genötigt zu haben. Während Britta von Begrapschen und Gewalt berichtet, schildert Tobias eine einvernehmliche Annäherung. Zeugenaussagen offenbaren ein problematisches Familienbild: Der dominante Bruder Anton hat Tobias eingeredet, dass Mädchen Widerstand nur zum Schein leisten, während der Vater als schwach gilt, seit die Mutter die Familie verließ. Das Gericht verurteilt Tobias zu einer Woche Dauerarrest, da er trotz der schädlichen Einflüsse hätte erkennen müssen, dass ein Nein ernst zu nehmen ist. In einem zweiten Fall wird dem 17-jährigen Felix vorgeworfen, nach seiner fristlosen Kündigung aus Rache die Hotelsauna seines Arbeitgebers demoliert zu haben. Trotz Motiv, Rachedrohungen und fehlendem Alibi bleiben Zweifel: Der Sohn des Hoteldirektors hat ebenfalls ein starkes Motiv, da er seinen Vater beim Seitensprung mit dem Zimmermädchen beobachtet hat. Felix wird aus Mangel an Beweisen freigesprochen.