Kai Specht, traumatisierter Sohn eines DDR-Flüchtlings, lernt den Obdachlosen Klaus Zimmermann zufällig kennen. Er erkennt in ihm den Stasi-Informanten, der seinen Vater verriet, betrinkt ihn am Lagerfeuer und stößt ihn im Affekt ins Feuer, wodurch Zimmermann Verbrennungen erleidet. Specht gesteht, zeigt Reue und wird wegen gefährlicher Körperverletzung zu neun Monaten Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt; das Gericht verurteilt seine Selbstjustiz, erkennt aber sein Trauma an. Im zweiten Fall soll Lars Jung seine Freundin Daphne vor das Auto ihrer Mutter geschubst haben. Mutter Corinna und Bruder Alexander belasten ihn zunächst, doch Zeugen zeigen, dass Corinna aus Wut selbst auf die Tochter zufährt, sie schwer verletzt und ins Koma bringt. Lars wird freigesprochen, Corinna muss sich einem eigenen Verfahren stellen und mit ihrer Schuld leben.