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Chile: Träume, Terror, Neuanfang

Info, Zeitgeschichte • 06.05.2026 • 00:10 - 01:40
Alltag in einem chilenischen Slum im Jahr 1973
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Parade der Unidad Popular vor dem Präsidentenpalast La Moneda im Jahr 1971
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Verhaftung politischer Gegner im Jahr 1973: Am 11. September 1973 nimmt das sozialistische Experiment durch einen blutigen Staatsstreich ein jähes Ende und weicht einer Militärdiktatur.
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Salvador Allendes Rede über die Verstaatlichung der Kupferminen in Rancagua 1971
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Originaltitel
Chili, par la raison ou par la force
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2023
Info, Zeitgeschichte
Am 4. September 1970 schöpft Chile große Hoffnung. Salvador Allende wird zum Präsidenten gewählt. Das Land ist von sozialer Ungleichheit geprägt, es herrscht Stillstand. Allendes Plan ist es, eine legale Revolution ohne Waffengewalt durchzuführen. Rasch leitet er eine Reihe von sozialen Maßnahmen ein. Doch das sozialistische Experiment nimmt am 11. September 1973 durch einen blutigen Staatsstreich ein jähes Ende und weicht einer Militärdiktatur, die so lange Bestand haben wird wie kaum eine andere auf lateinamerikanischem Boden. Unter der Führung von General Augusto Pinochet wird Chile zu einer Spielwiese des Neoliberalismus. Die Gesellschaft verfällt in Passivität, die Hoffnung auf ein gerechtes Miteinander aller Schichten gerät in Vergessenheit. 2019 bringt eine neue soziale Bewegung die herrschende Ordnung ins Wanken. Der Traum Salvador Allendes lebt. Die Regierung lenkt ein und stimmt der Erarbeitung einer neuen Verfassung zu, die mit der Vergangenheit aufräumen soll. Doch vor die Wahl gestellt zwischen der immer noch gültigen Verfassung der Pinochet-Jahre, die den freien Markt ungehindert gewähren lässt, und dem neuen Verfassungstext, der sich auf die Erfahrungen der Regierung Allende stützt und auf eine Politik der Umverteilung abzielt, lehnen die Wählerinnen und Wähler eine Umgestaltung der Wirtschaft ab.