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An den Ufern des Nil

Info, Geschichte • 16.01.2026 • 01:20 - 02:00
Das Old Cataract Hotel in Assuan war Kulisse für Agatha Christies Kriminalroman „Tod auf dem Nil“
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Der Kamelmarkt von Daraw erinnert an „1001 Nacht“
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Auch Kamele sollen schön aussehen – mit Hilfe des Kamelbarbiers von Daraw
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„Mangokönig“ Hak Hussein ist Oberhaupt einer reichen Obstbauernfamilie in Farhed, Oberägypten
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2016
Info, Geschichte
Kein Fluss ist so von Legenden umwoben, kein Fluss beherrscht so sehr das Land, durch das er fließt, wie der Nil. Die Reise durch Ägypten führt zur Wiege einer großen Zivilisation. In opulenten Bildern zeigt die dreiteilige Dokumentation die großartigen Landschaften und faszinierenden Menschen, die ihr Leben zwischen Aufbruch und Tradition gestalten. Teil eins führt durch die Region zwischen Assuan und Luxor. Auf der Nil-Insel Elephantine erforschen Archäologen die Monumente aus der Pharaonenzeit. Dort lag der Umschlagplatz von Gold und Elfenbein für die Herrscher Altägyptens. Der berühmte Nilometer maß die Höhe der alljährlichen Nil-Flut. Heute erscheint manchen die Zukunft am großen Strom voller Chancen - wie etwa dem "Mangokönig" Hak Hussein, der sogar bis nach Europa exportiert. Andere sehen in der neuen Zeit gefährliche Verlockungen und fühlen ihre Existenz bedroht - wie der Flussschiffer Mahmud, dessen hölzerner Segelkahn nicht mehr konkurrenzfähig ist. An exotischen Plätzen wie dem Kamelmarkt von Daraw scheint die Zeit hingegen stehen geblieben zu sein. Der Ort wirkt wie aus "1001 Nacht". Seit Jahrhunderten treiben auf dem Markt ausschließlich Männer Handel. Dabei haben sie aber den Weltmarkt fest im Blick und nutzen selbstverständlich modernste Technik. Hoch hinaus will auch der Unternehmer Mohammed. Er lässt in Luxor allmorgendlich Heißluftballons mit Touristen über dem Tal der Könige aufsteigen, wenn es die Wind- und die politischen Verhältnisse erlauben.