(1) Moldau: Reise nach Gagausien Gagausien bekam in den Jahren des russischen Kriegs gegen die Ukraine eine neue Bedeutung für Ost und West. Moskau praktiziert dort seinen hybriden Krieg gegen die pro-europäische Republik Moldau unter der Präsidentin Maia Sandu. Das ARTE Reportage Team sprach mit lokalen russischen Propagandisten und recherchierte das Ausmaß der russischen Strategien zur Unterwanderung und Manipulation. Das Team traf auch diejenigen, die der Kreml-Propaganda widerstehen: Dima lebt in einem Dorf an der Grenze zur Ukraine. Er richtet als Einziger im Dorf den Blick nach Europa, während der Rest der Bewohner die russischen Medien konsumiert. Das Online-Medium "Nokta" ist das einzige pro-europäischen Medium in Gagausien. Ein paar Studenten zweifeln ebenfalls an der moralischen und wirtschaftlichen Überlegenheit Russlands. Für Präsidentin Maia Sandu steht angesichts der russischen Propaganda-Angriffe fest, dass der einzige Weg langfristig als Demokratie weiterzubestehen für die Republik Moldau der Beitritt zur Europäischen Union sei. (2) Gaza: Gedichte gegen das Vergessen Die Suche nach Brot, Wasser, Strom oder einer Internetverbindung füllt ganze Tage in Gaza. Die Schulen funktionieren kaum noch, die Gedanken an die Zukunft beschränken sich auf das Überleben bis zum nächsten Morgen. Yazan ist 16 Jahre alt, es ist sein vierter Krieg. Nachts zieht er sich mit seinem Notizbuch auf dem Dach des Familienhauses zurück und dichtet. Zusammen mit anderen jungen Dichtern aus Gaza hat er einen Plan: einen Gedichtband über ihre Stadt zu schreiben und ihn in Gaza zu veröffentlichen. Das ARTE Reportage Team begleitet Yazan in seinem Alltag und beim Lernen fürs Abitur. Er erzählte ihnen von der Hoffnung auf eine Ausreise. Die Reportage zeigt eine Jugend, die versucht, Worte und Erinnerungen inmitten dessen zu bewahren, was sich kaum fassen lässt. Das Schreiben eines Buches an einem Ort, an dem so vieles zerstört wurde, als Weg in die Zukunft zu blicken.