Monatelang lebte sie im engsten Familienkreis eines Taliban in Afghanistan Die mit dem World Press Photo Award 2026 ausgezeichnete Fotojournalistin Élise Blanchard veröffentlicht mit "Im Haus eines Taliban" ("Dans la maison d'un taliban", Le Cherche Midi) ein Buch über ihre Aufenthalte in Afghanistan nach dem Abzug der US-Streitkräfte 2021. Über mehrere Jahre hinweg lebte sie dort wiederholt bei der Familie eines Taliban, den sie während einer Reportage kennengelernt hatte. Anhand ihres Alltags schildert Blanchard die Widerstandskraft, den Humor und die Unterwerfung der Frauen in einem von Unterdrückung geprägten System. Schluss mit der "Françafrique": Hat Emmanuel Macron sein Versprechen gehalten? Mit dem gemeinsam mit Kenia ausgerichteten Gipfel "Africa Forward", der am 11. und 12. Mai 2026 in Nairobi stattfindet, setzt Emmanuel Macron auf einen symbolischen Bruch mit der "Françafrique". Erstmals ist mit Kenia ein englischsprachiges afrikanisches Land Gastgeber eines solchen Treffens. Bereits 2017 hatte Macron in einer Rede in Ouagadougou erklärt: "Es gibt keine afrikanische Politik Frankreichs mehr." Seither hat sich die Lage in der Sahelzone jedoch deutlich verschärft, insbesondere nach dem überstürzten Abzug der französischen Armee aus Mali, Burkina Faso und Niger zwischen 2020 und 2023. Zugleich brachte Macron mehrere Initiativen zur Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit Frankreichs auf den Weg. Nun will er Afrika als zentralen Finanzpartner positionieren und kündigte öffentliche und private Investitionen in Höhe von 14 Milliarden Euro an. Außerdem: Nachdem in Frankreich der erste positive Fall des Hantavirus festgestellt wurde, beleuchtet Xavier Mauduit die Geschichte dieser von Nagetieren übertragenen Krankheiten. Marie Bonnisseau berichtet über einen deutschen Touristen, der tausend Euro Entschädigung erhielt, weil ihm während seines Aufenthalts in einem griechischen Hotel kein Liegestuhl zur Verfügung stand.